„Wir werden einander viel verzeihen müssen“
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn ist zurückgetreten. Das wär längst überfällig. Denn er hat in der Corona-Zeit massiv zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen.
„Wir müssen Putin beschäftigen“
Selbst in etablierten Medien macht sich eine sprachliche Verharmlosung des Krieges breit. Wie eine betont schnoddrige Wortwahl das Handwerk des Tötens bagatellisiert.
Wenn ein Zeitungsartikel zum „Stück“ wird
Immer mehr Journalisten bezeichen einen Artikel als „Stück“. Was bedeutet das? Was sagt das aus über das Selbstverständnis der Zunft?
„Die Regierung muss liefern“
Politik als Lieferservice: Ein Begriff aus der Welt des Konsums beginnt medial den Gedanken des Gemeinwohls zu untergraben. Die Ideologie dahinter befördert ein infantiles Politikverständnis.
„Putin blufft nur“
Eine abgebrühte Kriegs-Rhetorik hat sich in Politik und Journalismus geschlichen. Krieg und Politik werden in Kategorien des Spiels gedeutet. Ein bedenklicher Unernst beim Umgang mit den ernstesten Dingen macht sich breit. Ein sprachliches Spiel mit dem Feuer.
Leserpost
Eine Auswahl aus den Leserzuschriften.
Fernweh
Wie ich als Kind das Fernweh entdeckte. Und warum das Wort in der Corona-Zeit eine wahre Hochkonjunktur erlebt hat. Und kurz darauf einen völligen Absturz.
Boots on the Ground
Ein smartes Schlagwort aus der Sphäre des Militärischen ist aufgetaucht: „Boots on the Ground“. Er beginnt die „Bodentruppen“ zu ersetzen. Was sagt das aus über unsere Haltung zum Krieg?
